Fitness-Mythen im Überblick

Wer kennt sie nicht, die guten Vorsätze was das körperliche Training und FITness betrifft. Gut gemeint ist aber nicht gleich richtig gemacht. Daher möchten wir über weit verbreitete FITness-Mythen aufklären!

 

Mythos "Dehnen vor dem Sport ist Pflicht"

Klassisches Dehnen führt eher zu einer Straffung der Muskeln statt zur Lockerung und kann zudem langsamer und schwächer vor dem Sport machen. Warum ist das so? Der Muskel versucht den Dehnreiz zu kompensieren indem er mit einem Zusammenziehen reagiert. Leichte Lockerungsübungen wie Rumpfbeugen, Armkreisen oder Fußgelenksarbeit vor dem Sport sind durchaus sinnvoll, während statische Dehnübungen, nur für die aufgewärmten und damit gut durchbluteten Muskeln nach dem Sport ratsam sind.

 

Mythos "Frauen müssen anders trainieren als Männer"

Egal ob Mann oder Frau, bitte immer ganzheitlich trainieren. Männer konzentrieren sich eher auf das Training von Brust-, Arm- und Bauch während Frauen häufiger ihre Bein- und Gesäßübungen machen. Männer und Frauen haben zwar einen unterschiedlichen Hormonhaushalt, was sich in der Muskelkraft niederschlägt, jedoch nicht im Training – Kraft- und Ausdauertraining, das den gesamten Körper fordert und alle wichtigen Muskelgruppen anspricht ist für beide Geschlechter wichtig um muskuläre Dysbalancen zu vermeiden.

 

Myhtos "Proteinriegel sind immer eine gesunde Alternative"

Viele Proteinriegel enthalten sehr viel Zucker – teilweise sogar mehr Zucker als in herkömmlichen Schokoriegeln. Prinzipiell ist ein Proteinriegel wie eine Süßigkeit zu betrachten. Auch der tgl. Eiweißbedarf wird sich durch einen Proteinriegel nicht reduzieren.

 

Mythos "Wer auf Asphalt joggt, ruiniert sich die Gelenke"

Weder Untergrund noch Laufschuhe sind ursächlich verantwortlich für Gelenkprobleme. Durch ein Zusammenspiel von Laufschuhen und Lauftechnik kann jeder Verletzungsprophylaxe betreiben.

Fersenläufer benötigen stärker gedämpfte Schuhe und können damit die Aufprallkräfte und Gelenkabnutzung reduzieren. Mit dem für Läufer grundsätzlich zu bevorzugenden natürlichen Mittelfußlaufstil haben Läufer zudem weniger Probleme. Die Stoßkräfte werden beim Mittelfußlaufen weniger von den Gelenken als viel mehr von der Muskulatur aufgefangen.

Das Laufen auf Waldstrecken kann unter Umständen sogar schädlicher sein: Durch die Unebenheiten im Boden müssen die Füße viel Ausgleichsarbeit leisten, um ein Umknicken zu verhindern. Außerdem spielt die Ernährung auch eine wesentliche Rolle. Die Abnutzung von Gelenkknorpel ist normal – dieser baut sich durch Nährstoffe in der Gelenkflüssigkeit aber schnell wieder auf. Diese Regeneration kann durch Stoffwechselstörer wie Industriezucker behindert werden und zu dauerhaften Schäden wie z.B. Arthrose führen, mit oder ohne Laufen auf Asphalt oder Waldboden.

 

Mythos "Untrainierte schwitzen mehr"

In erste Linie bestimmt die Zahl der Schweißdrüsen, ob man viel oder wenig schwitzt. Darüber hinaus gibt es genetische Veranlagungen, auf die ein Vielschwitzen zurückzuführen ist.

Manche weisen eine Sympathikotonie auf, bei denen das Spannungsverhältnis zwischen Sympathikus und Parasypathikus zu Gunsten des Sympathikus verschoben ist. Solche Menschen sind auch außerhalb des Trainings schnell aufgeregt, ihre Temperatur steigt etwa auch beim Essen und sie schwitzen schneller, ganz unabhängig vom Fitnesslevel.

Dann gibt es noch die Menschen, die aufgrund einer genetischen Dysposition tachikar reagieren, das heißt im Vergleich zu einer anderen Person mit gleichem Fitnesslevel und unter gleicher Belastungsintensität dennoch eine höhere Herzfrequenz aufweisen. Das führt insgesamt auch zu einem verstärkten Schwitzen und hat nichts mit dem Fitnessgrad zu tun.

 

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