
drink facts
Alles was man über gesundes Trinken wissen muss.
- WIE VIEL SOLLTE ICH AM BESTEN TÄGLICH TRINKEN? Bislang galt: Körpergewicht in Kilogramm durch 30 teilen - das ergibt bei 60 Kilogramm Körpergewicht zwei Liter Trinkmenge. Allerdings kommen manche Menschen mit weniger Flüssigkeit aus. Für sie könnte Trinken über den Durst sogar gefährlich werden. Dann sinkt der Natriumspiegel im Blut, es drohen Übelkeit, Ohnmacht und Krämpfe. Darum sagen Forscher: Jeder sollte nach seinem Durstgefühl trinken. Es zeigt sich, dass wir einen Mechanismus haben, der verhindert, dass wir zu wenig oder zu viel trinken. Wir bekommen entweder Durst oder der Schluckreflex schwächt ab - als natürliche Trink-Bremse des Körpers.
- MACHT WASSER TRINKEN GUTE LAUNE? Ja! Ein Forscherteam fand einen Zusammenhang zwischen der täglichen Wasseraufnahme und dem Gemütszustand. Unter den StudienteilnehmerInnen hatten jene die beste Laune, deren Flüssigkeitszufuhr (über Getränke und Essen) bei etwas drei Litern lag. Wenig-Trinker schnitten beim Stimmungstest schlechter ab. Möglicherweise liegt das daran, dass das Gehirn schrumpft, wenn wir zu wenig trinken: Denken fällt schwerer, Informationen lassen sich schlechter merken, die Leistungsfähigkeit sinkt - während zugleich das Stresslevel steigt.
- TREIBT KAFFEE DEN BLUTDRUCK IN DIE HÖHE? Kaffee führt durch seinen Gehalt an Koffein bzw. Theobromin tatsächlich zu einer ungefähr 20 bis 30 Minuten andauernden Blutdruckerhöhung - um etwa 10 bis 20 mmHg. Allerdings tritt bei regelmäßigen Genuss eine Gewöhnung ein: Schon nach zwei bis drei Wochen ist nach einer Tasse Kaffee ein Blutdruckanstieg kaum mehr messbar. Herz-Experten halten vier bis fünf Tassen Kaffee am Tag für völlig unbedenklich. Nur Personen, die unter Herzrhythmusstörungen leiden, sollten darauf achten, ob sich diese Störungen nach einem Kaffee möglicherweise verstärken.
- IST MATCHA-TEE WIRKLICH SO BESONDERS GESUND? Im Matcha steckt EGCG - ein besonders starkes Antioxidans. Studien zeigen: Es hemmt Entzündungen, stärkt das Immunsystem und senkt den Blutdruck sowie schädliches LDL-Cholesterin. Weil beim Matcha das ganze Teeblatt verwendet wird, ist die EGCG-Konzentration bis zu 137-mal höher als in normalen Grüntee. Außerdem sorgt die Kombination aus Koffein und L-Theanin für wachen Fokus - ohne Nervosität.
- IST GRANATAPFELSAFT EIN ECHTER JUNGBRUNNEN? Der Granatapfel ist ein Kraftpaket in Sachen Zellschutz. Sein Geheimnis ist die außergewöhnlich hohe Dichte an Polyphenolen, insbesondere Flavonoiden und Tanninen. Diese bioaktiven Stoffe wirken stark antioxidativ: Sie neutralisieren freie Radikale und schützen unsere Gefäße vor oxidativen Stress. Wer täglich ein Glas genießt, unterstützt den Körper dabei, stille Entzündungen zu hemmen und die Zellregeneration zu fördern - ein natürliches "Anti-Aging" von innen. Die Forschung zeigt zudem, dass diese Inhaltsstoffe die Herzgesundheit stärken und den Blutdruck harmonisieren können.
- KANN ROTE BEETE-SAFT DAS HERZ STÄRKEN? In einer Studie mit Herzpatienten fanden Mediziner heraus, dass die tägliche Gabe von 70 ml Rote-Beete-Saft bereits nach einer Woche die Ausdauer der Patienten um 24 Prozent steigerte. Besonders das im Saft enthaltene anorganische Nitrat soll nach Ansicht der Forscher einen geringeren Gefäßwiderstand erzeugen und damit eine verbesserte Durchblutung bewirken. Aus diesem Grund greifen auch viele Sportler zu diesem legalen "Dopingmittel". Zudem senkt der Saft den Blutdruck, verbessert Leber- und Gallenfunktion und hebt durch den roten Farbstoff Betanin die Laune.
- MACHT SAUER WACH? Im Ayurveda gilt warmes Zitronenwasser seit Jahrhunderten als bewährtes Hausmittel. Studien zeigen: Die enthaltenen Flavonoide beugen Herzinfarkt und Krebs vor, senken die Blutfettwerte und fördern die Konzentration sowie die Wachheit - dank des hohen Kaliumgehalts. Auch das Lymphsystem profitiert von der antibakteriellen Wirkung - Keime werden schneller ausgeschwemmt. Da Zitronen eine alkalische Wirkung haben, können sie Übersäuerung entgegenwirken. So geht's: Saft einer halben Zitrone in lauwarmes Wasser geben und am besten 30 Minuten vor dem Frühstück trinken. Wer mehr als 80 Kilo wiegt, nimmt eine ganze Zitrone.
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